Betriebs­versicherung

 

Bleiben Sie mit Ihrem Unternehmen im Rennen!

Egal, welcher Sparte Ihr Unternehmen angehört – ob Sie als Arzt, Handwerker oder in der Beratung tätig sind – ob EPU / KMU, langjähriger Familienbetrieb oder Start-up:

Ohne eine umfassende Betriebsversicherung bestehen enorme Gefahren für Ihr wirtschaftliches Fortkommen.

Betriebsversicherung - Bleiben Sie mit Ihrem Unternehmen im Rennen © shutterstock

Details

Eine Betriebsversicherung ist eine Kombination verschiedener Versicherungsbausteine, die ein Unternehmen vor existenzbedrohenden Risiken schützt. Sie setzt sich in der Regel aus Haftpflicht-, Sach- und Ertragsschadendeckungen zusammen. Immer wichtiger wird aber auch das Thema Cyberrisiko.

1. Betriebshaftpflichtversicherung (Der Kernschutz)

Diese Versicherung deckt Schäden ab, die das Unternehmen, der Inhaber oder Mitarbeiter Dritten zufügen.

  • Personenschäden: Verletzung oder Tötung von Personen (z. B. ein Kunde stürzt über ein Kabel)
  • Sachschäden: Beschädigung oder Zerstörung fremden Eigentums (z. B. Wasserschaden im Nachbarbüro)
  • Vermögensschäden (unecht): Finanzielle Schäden, die aus Sach- oder Personenschäden resultieren (z. B. Produktionsausfall beim Kunden)
  • Abwehrfunktion: Die Versicherung prüft die Haftungsfrage und wehrt unberechtigte Ansprüche ab (passiver Rechtsschutz)

2. Betriebsinhaltsversicherung (Schutz für das Eigentum)

Sie versichert das gesamte Inventar, technische Geräte, Maschinen, Waren und Vorräte gegen Zerstörung oder Diebstahl.

  • Versicherte Gefahren: Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion), Einbruchdiebstahl inkl. Vandalismus, Leitungswasser, Sturm/Hagel
  • Elementarschäden (oft als Zusatzbaustein): Überschwemmung, Erdbeben, Schneedruck, Rückstau
  • Versicherungswert: Im Schadenfall wird meist der Neuwert ersetzt, um eine Wiederbeschaffung zu ermöglichen

3. Betriebsunterbrechungsversicherung (Schutz vor Ertragsausfall)

Sollte der Betrieb nach einem Sachschaden (z. B. Feuer) stillstehen, deckt diese Versicherung die finanziellen Folgen.

  • Fortlaufende Kosten: Miete, Gehälter, Zinsen, die auch ohne Einnahmen anfallen
  • Gewinnentgang: Der entgangene Gewinn, der während der Schließung erwirtschaftet worden wäre

4. Weitere wichtige Bausteine

Je nach Branche können folgende Erweiterungen sinnvoll sein:

  • Elektronikversicherung: Deckung für hochwertige IT-Infrastruktur, Maschinen oder spezielle Bürogeräte (auch bei Bedienungsfehlern)
  • Glasversicherung: Bruchschäden an Verglasungen (Außen/Innen)
  • Betriebs-Rechtsschutz: Übernahme von Anwalts- und Gerichtskosten bei Rechtsstreitigkeiten
  • Transportversicherung: Schutz für Waren auf dem Transportweg
  • Cyberversicherung: Hackerangriffe können nicht nur sehr viel Geld kosten, sondern auch den Betrieb zum Stillstand bringen

5. Was ist oft NICHT versichert?

  • Vorsatz: Schäden, die absichtlich herbeigeführt wurden
  • Grobe Fahrlässigkeit (je nach Vertrag): Abhängig von den Klauseln im Vertrag
  • Eigenschäden: Schäden an eigenen Gegenständen, die nicht durch die versicherten Hauptgefahren (Feuer etc.) entstanden sind

Wichtige Hinweise für die Absicherung

  • Unterversicherung vermeiden: Die Versicherungssumme muss dem tatsächlichen Gesamtwert des Inventars entsprechen, um im Schadenfall volle Deckung zu erhalten.
  • Betriebsbeschreibung: Die im Vertrag angegebene Tätigkeit muss exakt dem tatsächlichen Betrieb entsprechen, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.
  • Nachhaftung: Wichtig bei Vertragswechsel, damit Schäden, die während der Laufzeit entstanden, aber erst später gemeldet werden, abgedeckt sind.