Risikoversicherung
Wenn plötzlich das völlig Unvorstellbare passiert und eine Mensch aus unserer Mitte gerissen wird, ist das eine Tragödie.
Besonders schwer kann es sein, wenn dies Personen betrifft, die mitten im Leben stehen. Von deren Einkommen eine Familie abhängig ist, Kreditraten bedient werden müssen. Plötzlich ist die Ausbildung der Kinder gefährdet.
Hier kann eine Risikoversicherung wenigstens die finanziellen Herausforderungen lindern (ganz wichtig: auch Erbteil der minderjährigen Kinder).

Details
Eine Risikolebensversicherung (oft auch Ablebensversicherung genannt) ist eine Form der Lebensversicherung, die ausschließlich der finanziellen Absicherung von Hinterbliebenen im Todesfall dient. Sie bietet keinen Vermögensaufbau oder Sparanteil, sondern zahlt nur dann eine vereinbarte Summe aus, wenn die versicherte Person innerhalb der Vertragslaufzeit verstirbt.
Funktionsweise und Merkmale
- Todesfallabsicherung: Stirbt die versicherte Person, erhalten die Begünstigten (Familie, Partner) die Versicherungssumme.
- Laufzeit: Die Versicherung gilt zeitlich begrenzt, zum Beispiel für die Dauer einer Immobilienfinanzierung oder bis die Kinder finanziell unabhängig sind.
- Keine Auszahlung bei Überleben: Endet die Laufzeit, ohne dass der Todesfall eingetreten ist, erlischt der Vertrag ohne Auszahlung.
- Günstige Beiträge: Da kein Sparanteil enthalten ist, ist sie im Vergleich zu gemischten Lebensversicherungen sehr preiswert.
Warum ist sie sinnvoll?
- Hinterbliebenenschutz: Sie sichert den Lebensstandard der Familie, deckt laufende Kosten und verhindert finanzielle Engpässe.
- Ausbildung der Kinder absichern
- Kreditabsicherung: Sie ist entscheidend, um Immobilienkredite oder andere Darlehen bei Tod eines Hauptverdieners zu tilgen.
- Abfindung des Erbteils minderjähriger Kinder:
Wenn minderjährige Kinder einen Anteil erben, kann es für den Hinterbliebenen Elternteil zu einer schwierigen Situation kommen. Die Erbteile müssen per Gesetz in bar beim Jugendamt hinterlegt werden. Sehr oft reden wir hier von mehreren hunderttausend Euro. - Existenzgründung: Absicherung von Geschäftspartnern.
Arten von Risikolebensversicherungen
- Klassische Risikolebensversicherung: Gleichbleibende Versicherungssumme über die gesamte Laufzeit.
- Fallende Risikolebensversicherung: Die Versicherungssumme sinkt im Laufe der Zeit, was sich gut zur Absicherung von Krediten eignet, die ebenfalls abbezahlt werden.
- Verbundene Risikolebensversicherung: Zwei Personen (z.B. Ehepaare) werden in einem Vertrag versichert. Die Leistung erfolgt meist beim ersten Todesfall.
Wichtige Faktoren beim Abschluss
- Gesundheitsfragen: Vor Abschluss müssen Fragen zum Gesundheitszustand beantwortet werden. Vorerkrankungen können zu höheren Beiträgen führen.
- Rauchverhalten: Raucher zahlen oft deutlich höhere Prämien.
- Versicherungssumme: Diese sollte so gewählt werden, dass sie Verbindlichkeiten und den Lebensbedarf der Hinterbliebenen deckt.
- Laufzeit: Diese sollte den Zeitraum der finanziellen Abhängigkeit oder der Kreditlaufzeit abdecken.
